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R 1d: Lernortgestaltung für die Aus- und Weiterbildung zu Brennstoffzellen-Heizgeräten

Laut gängiger Lerntheorien sind Lernorte derart zu gestalten, dass sie den Erwerb von Qualifikationen und Kompetenzen in realitätsnahen Handlungszusammenhängen ermöglichen. Das gilt grundsätzlich, wenn auch für die Aus- und Weiterbildung jeweils in spezifischer Form. In der Erstausbildung stellt sich fast alles als neu und unbekannt dar, in der Weiterbildung ergeben sich in aller Regel Anknüpfungspunkte aufgrund praktischer Erfahrungen. Stets ist aber von konkreten Problemen auszugehen, um Entscheidungs- und Handlungsspielräume zu schaffen: Lernen wird in FCCHP als ein aktiv-konstruktiver Gestaltungsvorgang verstanden und nicht mehr nur allein als eine Übernahme von angebotenem Wissen (siehe Lernkonzept).

Wie so etwas umgesetzt werden kann, soll beispielhaft am forumKWK gezeigt werden, dem FC CHP-Future-Lernort der Handwerkskammer Osnabrück für Qualifizierungsangebote zu Brennstoffzellen-Heizgeräte. Das forumKWK wurde nach dem in FC CHP-Future entwickelten und festgelegten Konzept für die Gestaltung der Lernumgebung ausgestattet.

Eindruck vom Seminarraum des forumKWK

Direkt neben dem Seminarraum befindet sich der Geräteraum, der mit BHKWs und Brennstoffzellen-Heizgeräten der Mikro- und Nano-Klasse ausgestattet ist.

Die beiden folgenden Bilder zeigen den Grundriss des Geräteraumes und informieren über die Ausstattung. Installiert wurden vorrangig Geräte, die mit ihrer gekoppelten und dezentralen Erzeugung von Wärme und Strom für die Haustechnik äußerst relevant sind. Und hier sind es technologisch bedingt vor allem Brennstoffzellen-Heizgeräte, die sich mit Leistungsdaten um 1 kWel und 2 kWth bei Gesamtwirkungsgraden bis 95% anbieten.

Grundriss des Geräteraums forumKWK

Ausstattung des Geräteraums forumKWK

Bei der Gestaltung der Lernumgebung ging es aber nicht nur darum, den Anforderungen der Arbeit durch die Ausstattung des Lernortes zu entsprechen, sondern diese auch mit den didaktisch-methodischen sowie multimedialen Möglichkeiten des Lernens in eine konzeptionelle Übereinstimmung zu bringen. Damit wird erreicht, dass durch die Gestaltung der Lernumgebung Inhalte und Themen leichter und besser erlernbar werden: Die Lernumgebung wird anschaulich und gegenständlich. Sie nähert sich i.d.R. den Verhältnissen des Alltags und der Arbeitswelt. Das entspricht dem didaktischen Ansatz, dass die Ausbildung sich an Arbeits- und Geschäftsprozessen orientiert, die Lernumgebung dabei aber auch Möglichkeiten zur Steigerung der Lernförderlichkeit bietet.

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