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05.10.2015: Was Fördermittel bewirken können – das Beispiel Japan

Das seit 2008 gültige „Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ läuft aus. In der Diskussion ist ein Nachfolgeprogramm, mit dem insbesondere der Markteintritt von Brennstoffzellen-Heizgeräten voran gebracht werden soll. Das Beispiel Japan kann zeigen, was mit einem solchen Programm möglich ist.

In der Hzwei wird berichtet, dass Japan mit dem Ene-Farm-Programm ein sehr erfolgreiches Kommerzialisierungsprogramm für Brennstoffzellen umgesetzt hat. Ene-Farm hat dort in der Zeit von 2009 bis heute zu einer Verbreitung von weit über 120 000 Brennstoffzellen-Heizgeräten geführt. Dadurch konnten die japanischen Hersteller umfängliche Erfahrungen sammeln, sodass gegenwärtig neue, weiterentwickelte Modelle von Brennstoffzellen-Heizgeräten auf den Markt kommen, die kleiner, effizienter, günstiger und einfacher zu installieren sind als die Vorgängergeräte.

Die heutigen Hauptakteure bei PEM-Brennstoffzellen-Heizgeräte in Japan sind Panasonic und Toshiba, mit denen Viessmann und Senertec Partnerschaften eingegangen sind. Deren PEM-Einheiten erreichen trotz täglicher Wechselbeanspruchung Betriebszeiten von über 60 000 Stunden. Das Gerät von Panasonic wirbt mit einem Gesamtwirkungsgrad (elektrisch und thermisch) von 95 %. Es werden Kundenerwartungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit bei der Stromversorgung erfüllt, da sie bei Stromausfall gänzlich unabhängig vom Stromnetz weiter betrieben werden können – nach der Katastrophe von Fukushima von vielen gewünscht. Bei solchen Leistungen erstaunt es nicht, dass sich in Japan seit 2012 die Verkaufszahlen von Brennstoffzellen-Heizgeräten jährlich verdoppeln.

Und es soll anspruchsvoll weiter gehen: Bis 2020 wird mit 1,4 Mio. und bis 2030 mit 5,3 Mio. installierter Brennstoffzellen-Heizgeräten gerechnet. Mit letzterer Zahl werden dann ungefähr 10 % aller japanischen Häuser erfasst sein.

Der vollständige Bericht über Brennstoffzellen in Japan kann im Juli-Heft der Hzwei auf den Seiten 40/41 nachgelesen werden.