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28.07.2015: Nicht flächendeckend, aber mehr als ein Anfang

Die nackten Zahlen sind bekannt. Laut der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen, dem deutschen Industrienetzwerk von etwa 60 Herstellern von Brennstoffzellen-Systemen und -Komponenten, hat die deutsche Brennstoffzellenindustrie mit Stand 2014 einige 100 Notstromversorgungsanlagen, über 1 000 Brennstoffzellen-Heizgeräte und mehrere 10 000 portable Brennstoffzellen zur netzunabhängigen Stromversorgung im Freizeitbereich auf den Markt gebracht.

Wo in Deutschland z. B. die Brennstoffzellen-Heizgeräte installiert und erprobt werden, ist der Karte zu entnehmen, die von Callux / IBZ für Europa erstellt wurde (siehe nebenstehend). Interessierte können auch entnehmen, von wem die Brennstoffzellen-Heizgeräte betrieben werden:

  • Rot: Callux
  • Blau: Fuelcell@home
  • Gelb: ene.field
  • Lila: Aktivitäten einzelner Hersteller.

Brennstoffzellen-Heizgeräte werden auch in weiteren europäischen Ländern erprobt. Die Karte weist dazu folgende Länder aus:

  • Belgien
  • Großbritannien
  • Italien
  • Niederlande
  • Schweiz.

Vereinzelt sind Brennstoffzellen-Heizgeräte auch noch in anderen Ländern zu finden. Die Karte belegt zweifelsfrei, dass Deutschland als Vorreiter bei Brennstoffzellen-Heizgeräten in Europa gilt. Mit dem Projekt ene.field, in dem laufend noch einige hundert Brennstoffzellen-Heizgeräte von neun Herstellern in 12 europäischen Ländern aufgestellt werden sollen, kann sich das Verhältnis etwas angleichen.

Vom VDMA wurden lt. Heizungsjournal (6/2015, S. 23/24) zu Brennstoffzellen weitere Daten und Fakten mitgeteilt, die von Interesse sind:

  • Umsatz der Brennstoffzellenindustrie in 2014 in Deutschland 70 Mio. EUR
  • Für 2015 wird ein Zuwachs um 80 % auf einen dreistelligen Millionenbetrag erwartet
  • In 2020 wird bereits mit einem Branchenumsatz von 1,8 Mrd. EUR gerechnet
  • Derzeit sind etwa 1 900 Mitarbeiter in der Brennstoffzellenindustrie beschäftigt
  • Für 2020 wird mit einer Mitarbeiterzahl von ca. 5 000 Personen gerechnet.

Diese Daten und Prognosen bestätigen die Bereitschaft von Brennstoffzellen-Heizgeräten für den Markt. Demgemäß gab der VDMA auch die Parole aus: „Nun gilt es, die zweite Etappe bis zum kommerziellen Marktdurchbruch zu organisieren“.

IBZ-Europakarte
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Bildquelle: Callux/IBZ