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Das Projekt

Das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim hat im Programm Erasmus+ der Europäischen Union den Aufbau eines Netzwerkes zur Aus- und Weiterbildung zu Brennstoffzellen-Heizgeräten beantragt und genehmigt bekommen. Das Leonardo da Vinci-Projekt mit dem Titel „Qualifizieren für die gekoppelte und dezentrale Energieversorgung durch Brennstoffzellen-Heizgeräte in der Haustechnik: Die KWK-Fachkraft (FC CHP-Future)“ hat eine Laufzeit von zwei Jahren und endet am 31.08.2016. Mit Unterstützung der Partner aus Spanien, Schottland, Italien und Slowenien sollen Lehrkräfte und Fachhandwerker qualifiziert und Schüler / Auszubildende auf Brennstoffzellen vorbereitet werden.

Brennstoffzellen-Heizgeräte innovativ und energieeffizient

Mit den Brennstoffzellen-Heizgeräten kommt derzeit eine innovative Technik der Energieversorgung von Ein- und Zweifamilienhäusern auf den Markt. Brennstoffzellen-Heizgeräte sind die effektivste Form der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Der sehr hohe Wirkungsgrad von über 90 % und der dabei viel geringere CO2 Ausstoß sind die besonderen Merkmale dieser Art der Energieerzeugung.

Brennstoffzellen-Heizgeräte sind im Kontext von Energieeffizienz und Ressourcenschonung in allen europäischen Ländern ein Thema. Sie erhöhen nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern machen aus „Energieverbrauchern“ Akteure der Energiewende. 

Zielsetzungen, Ergebnisse und Produkte

Das Arbeitsprogramm im Projekt soll folgende Ergebnisse bzw. Produkte erbringen.

(1) Aus- und Weiterbildungsmaterialien werden evaluiert
Aus den vorhandenen und zielgruppenspezifisch zu nutzenden Materialien und Medien für Aus- und Weiterbildungsangebote zu Brennstoffzellen-Heizgeräten (BZH) der ZuHause-Projekte (siehe dazu den eigenständigen Menüpunkt) erfolgt für und durch die Partner eine Auswahl. Diese wird beim Auftaktworkshop diskutiert und festgelegt. Die Partner sichten und bearbeiten bei Bedarf diese Materialien und Medien und passen sie landesspezifisch an. Auf der Basis der Materialien erfolgt in Osnabrück die Schulung der Dozenten der Partnereinrichtungen für die Gestaltung und Durchführung von zielgruppen-­spezifischen Seminaren im laufenden Projekt.

(2) Netzwerkbildung in den Projektländern
Entsprechend der Landesgröße, dem Bedarf und Interesse an BZH entstehen in den Partnerländern Netzwerke für die Aus- und Weiterbildung zu Brennstoffzellen-Heizgeräten. Für Deutschland wird ein Netzwerk aus vier bis fünf Standorten vorgesehen. Die Partnerländer planen spezifisch und werden die diesbezüglichen Entscheidungen spätestens beim Interims-Workshop zu Beginn des 2. Projektjahres (Ende 2015) treffen und mit dem Aufbau der Netzwerke beginnen.

(3) Dozenten werden ausgebildet, Fachhandwerker qualifiziert, Schüler / Auszubildende informiert
In den Einrichtungen der Partner werden Lehrkräfte vorhanden sein, die für Schulungen zur Verfügung stehen. Mit dem Aufbau der Netzwerke kommen weitere Dozenten hinzu, die nicht nur fachlich-technisch, sondern auch BL-gerecht und ausstattungsgemäß die Aus- und Weiterbildungsangebote transferieren können.

Im Verlauf des Projektes werden Aus- und Weiterbildungsangebote umgesetzt. Diese Maßnahmen starten in 2016 und finden bis zum Projektende statt.

Zur Umsetzung der Zielgruppen spezifischen Angebote haben sich die Projektpartner für ein Blended-Learning Aus- und Weiterbildungsangebot entschieden. Dabei werden die Möglichkeiten des individuellen, orts- und zeitunabhängigen Lernens im Netz (E-Learning) mit dem darauf folgenden konkreten Handlungslernen in Präsenzveranstaltungen vor Ort kombiniert.

(4) Download-Handreichung für den weiteren Transfer
Die Download-Handreichung wird als Leitfaden zur Umsetzung der Aus- und Weiterbildungsangebote zu BZH in weiteren europäischen Ländern entwickelt. Die Download-Handreichung wird in Englisch und Deutsch erstellt. Die Projektpartner bzw. die Netzwerkeinrichtungen können / werden auf Anfrage interessierte europäische Einrichtungen entsprechend informieren und bei Bedarf Dienstleistungen erbringen. Die Handreichung ist vor dem Hintergrund der Produkte (1) bis (3) zu sehen, die in die Transfers einzubeziehen sind.

Gesamtübersicht Projekt
Wie die Ergebnisse / Produkte (Results - R) in Bezug auf genehmigte Geistige Leistungen (Intellectual Output - IO), Multiplikatorenveranstaltungen (C), Ausbildungs- und Lernaktivitäten (E) sowie Länderübergreifende Projekttreffen (TP) zustande kommen, zeigt die Abbildung rechts.

Überzeugende Argumente für Brennstoffzellen-Heizgeräte!

  • Ressourcen schonend und effizient bei überragendem Wirkungsgrad
  • ökologisch: CO2-Vermeidung mit geringem Aufwand
  • Dezentral: Lokale Energieerzeugung vermeidet Leitungs- und Übertragungs­verluste
  • Sicher: Abdeckung des Wärmebedarfs auch bei Stromausfall (Geräte- abhängig)
  • Leise: Beinahe geräuschloser Betrieb
  • Sauber: Geringste Schadstoffemission
  • Praktisch: Leichte Installation und Wartung
  • Benutzerfreundlich: Einfache Steuerung per Benutzeroberfläche bzw. PC oder Laptop
  • Innovativ: Modernste, zukunftsgerichtete Technologie
  • Das Heft des Handeln selbst in die Hand nehmen: Strom produzieren und anteilige Wärme nutzen bei Investitionen, die – genau betrachtet – für viele machbar sind
  • Regionale Beschäftigungs- und Einkommenschancen schaffen bzw. unterstützen.

Quelle: M. Hoppe: Brennstoffzellen-Heizgeräte – eine innovative Technologie für die Zukunft,
in: Bildungspraxis, 4/2014, S. 13

 

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.